Rappenlochschlucht

Mit dem Auto ca. 15 Minuten | 7,4 km entfernt | kostenfrei

Entstehung der Rappenlochschlucht

  • Verkehrsverein Dornbirn

Zwischen Dornbirn und Feldkirch verlaufen die Gebirgskämme mehrheitlich von Südwesten nach Nordosten. In den frühen Phasen der Alpenbildung folgten die Flüsse meist den Längstälern, entwässerten also parallel zu den Gebirgskämmen. Aus verschiedenen Gründen (z.B. durch Hebungen und Senkungen, Verstellung von Tälern durch das Eis, usw.) wurde das Wasser gezwungen, sich neue Wege, zum Teil quer zu den Gebirgskämmen, zu suchen. Dies geschah bevorzugt entlang von vorgezeichneten Brüchen oder im Bereich von Gebirgskammsenken. Überall dort, wo die jungen Flüsse auf hartes Gestein stießen, kam es zur Bildung einer tiefen, engen Klamm, so z.B. der Rappenlochschlucht. Für die große Eintiefung bedurfte es allerdings der großen Schmelzwassermassen der zurückweichenden Gletscher.

Wanderrouten

  • Stadt Dornbirn

[1] (Bergstation Karren) - Staufensee - Rappenlochschlucht - Gütle - Karren Talstation

  • ca. 2 1/2 Std.

Die Auffahrt mit der Karrenseilbahn zur Bergstation (976m) bietet zuerst einen grandiosen Rundblick ins Rheintal, zum bodensee und auf die Schweizer Berge. Nach einer Wanderung von 20 Minuten auf einem breiten Güterweg, der auch hinab führt zur Talstation der Karrenbahn, zweigt man rechts ab und gelangt auf einem Wanderweg hinunter zum 260m tiefer gelegenen Staufensee (600m). Gleich nach dem Stausee beginnt die Rappenlochschlucht. Dabei geht man zunächst auf einem Steig, der hoch über der Schlucht an einer Felswand angebracht wurde und spektakuläre Blicke in die Tiefe zur Ebniter Ache und in das Naturdenkmal und Felssturzgebiet der Rappenlochschlucht eröffnet. Nach diesem abenteuerlichen Abschnitt erreicht man bald das Gütle (505m). Von hier kann man mit dem Bus zurück zur Talstation der Karrenseilbahn fahren oder gemütlich in ca. 40 Minuten entlang der Dornbirner Ache dorthin wandern.

[2] Gütle - Rappenlochschlucht - Staufenseerundweg - Rappenlochschlucht - Gütle

  • ca. 1 1/4 Std.

Die Dornbirner Parzelle Gütle (505m) ist ein idealer Ausgangspunkt zur Erkundung dieses Naturjuwels. Nach einem kurzen Spaziergang erreicht man in ca. 10 Minuten bereits den Einstieg zur Rappenlochschlucht. Seit einem Felssturz im Mai 2011 ist der alte Weg nicht mehr begehbar. Ein neu angelegter Weg führt nun am Rande der Schlucht in die Höhe und mündet in einen spektakulären Steig, der an einer Felswand angebracht wurde. Er bietet atemberaubende Ausblicke in die Schlucht und auf den Felssturz. Faltungen und Versteinerungen erinnern an die Bildung des Gesteins in einem warmen, erdmittelalterlichen Meer und an die spätere Gewalt der Gebirgsbildung in den Alpen. Am Ende der Schlucht erreicht man den Staufensee (600m), um den es einen schönen Rundweg gibt. Am südlichen Ende des Sees befindet sich das Kraftwerk Ebensand, das bereits 1899 in Betrieb genommen wurde. Das Laufkraftwerk erzeugt 7 Millionen kWh pro Jahr, bezieht sein Wasser aus der Dornbirner Ache und ist vollautomatisiert. Die beiden Maschinen, von denen eine aus dem Jahr 1897 sich noch im Originalzusatnd befindet, können in einem Schauraum besichtigt werden. Nach der Umrundung des Sees erfolgt der Rückweg ins Gütle auf demselben Weg durch die Rappenlochschlucht, bietet dabei aber ganz andere Sichterlebnisse.

[3] Gütle - Rappenlochschlucht - Staufensee - Alplochschlucht - Bushaltestelle

  • ca. 1 1/4 Std.

Hinter dem Kraftwerk Ebensand beginnt gleich die Alplochschlucht. Sie ist von der Rappenlochschlucht durch ein Mergelbecken, in dem sich der Staufensee befindet, getrennt. Entlang des Weges sieht man dieselben geologischen Erscheinungen wie im Rappenloch. Ein schön angelegter Holzsteig bietet dabei wunderbare Schluchterlebnisse. Der Wanderweg führt dann weiter hinauf bis zur Ebniterstraße, Bushaltestelle Alplochschlucht (695m).Mit dem Bus kommt man von dort bequem zurück ins Gütle (Busfahrplan beachten, Wanderung früh genug beginnen).

[4] Gütle - Rappenlochschlucht - Staufenseerundweg - Rappenlochbrücke - Gütle über Amannsbrücke

  • ca. 2 Std.

Nach der Umrundung des Sees führt ein Güterweg hinauf zur Ebniterstraße. Dort zweigt bei der Rappenlochbrücke (625m) ein schmaler Wanderweg ab, der ca. 50 Höhenmeter ansteigt und danach zur Kobelach hinunterführt. Diese wird über eine neu renovierte, gedeckte Holzbrücke, die "Amannsbrücke", überquert. Nach einem kurzen Anstieg gelangt man schließlich auf einenm Güterweg gemütlich zurück zum Ausgangspunkt Gütle.

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